Asien in Berlin

Restaurant Ankor Wat – Essen wie in Kambodscha

Zur allgemeinen Überraschung hat die asiatische Küche ja neben chinesisch, thailändisch und japanisch noch einige andere Ländereien zu bieten. Das Ankor Wat in Tiergarten bereichert die Berliner Restaurantszene mit authentisch kambodschanischer Küche und diese Woche war ich im Namen des guten Geschmacks (den Spruch gibt’s schon, oder?) für euch dort.

In der Paulstraße zwischen dem S-Bahnhof Bellevue und dem Hauptbahnhof erwartet das Ankor Wat seine Besucher hinter einer etwas unscheinbar wirkenden Fassade. Wenn Restaurants grüne Schilder mit womöglich noch goldener Schrift haben, denke ich immer an eine typische Berliner Kneipe. Aber die üppige Deko und Bepflanzung im Innenraum verät dann doch ziemlich schnell, dass es hier kein Pils vom Fass gibt, sondern exotische Köstlichkeiten.

DAS ESSEN

In der kambodschanischen Küche vereinen vor allem thailändische und indische, aber auch chinesische Einflüsse. Nicht so scharf wie Thai, nicht so currylastig wie Indien und nicht so viele Gewürze wie in China. Am wohlsten werden sich hier jedoch Freunde der thailändischen und vietnamesischen Küche fühlen. Frischer Papayasalat mit Fisch, Kokosmilchsuppen, Kokoscurrys – all das findet man in der sehr großen Karte des Ankor Wat. Sie ist so groß, das ich wirklich Schwierigkeiten hatte, mich überhaupt zu entscheiden. Alles klang lecker und ich wollte um keinen Preis etwas verpassen. Aber dafür gehe ich ja immer mit Begleitung weg. So kann ich die dann verdonnern meine 2. oder 3. Wahl zu nehmen, um anschließend schelmisch vom Teller zu mopsen!

Vorweg gabs für uns den angesprochenen Papayasalat, eine Kokossuppe und einen Rohkostsalat mit Huhn – welcher sich aber kaum vom Papayasalat unterschied. Dazu wurden viererlei Soßen kredenzt, um den Salat oder die folgenden Gerichte selbst abzuschmecken. Ich fand, dass man sich bei der Würzung der Salate ruhig mehr zutrauen sollte, als es im großen und Ganzen dem Gast zu überlassen. Saurer, schärfer, süßer – einfach eine Geschmacksexplosion im Mund – so hatte ich mir den Papayasalat vorgestellt. Allerdings: Womöglich sind sie in Kambodscha wirklich umsichtiger mit der Würze als in Thailand.

Sodann folgte zartes Rindfleisch zum selber Grillen am Tisch mit Rohkostbeilagen und dünnen Reisnudeln. Für mich gabs Meeresfrüchte-Curry mit Reis. Das Curry war auffallend süß und sehr lecker. Keine der Speisen war im übrigen scharf – das kennzeichnet die kambodschanische Küche. Wer mag kann sich jederzeit rotes Sößchen auftischen. Ich hatte mir das Grillen und die Beilagen etwas ausfallender vorgestellt – dennoch war das Fleisch wirklich sehr zart und lecker mariniert.

Im Anschluss wollten wir unbedingt noch den schwarzen Reis mir Kokosraspeln und den Palmzuckerfrucht mit Kokosmilch und Reis probieren. Aber eigentlich war ich schon zu satt -_-

DER SERVICE

Sehr freundlich, aber nach einer erneuten Runde Getränke hätte durchaus noch gefragt werden können. Die Preise des Ankor Wat bewegen sich eher im mittleren bis höherpreisigen Segment. Gerade bei Gerichten mit Tofu (ich will doch weniger Fleisch essen wissta) bin ich von einem Preis von 12 Euro für ein Curry eher abgeschreckt. Das Grillgericht mit Rindfleisch für 2 Personen fiel mit 31 Euro zu buche und das fand ich doch etwas zu viel für das wenige Fleisch. Alles war wirklich hübsch dekoriert und angerichtet, aber bei 15 Euro pro Person möchte ich auch satt werden und nicht nur Reis essen müssen. Zu Beginn gab es für alle allerdings eine Runde Pflaumwein und einen kleinen Teller Krupuk (Krabbenchips).


Restaurant Ankor Wat

Paulstr. 22

10557 Berlin

 

Sagt's weiter... Share on FacebookTweet about this on TwitterShare on Google+Pin on PinterestShare on LinkedInShare on TumblrEmail this to someone

Gib deinen Senf dazu