Asien in Berlin

Mammam Garküche – Streetfood aus Vietnam und Thailand

Den kleinen Laden habe ich mitten im Simon-Dach-Kiez in Friedrichshain entdeckt. In der Mammam Garküche gibt es Streetfood aus Vietnam und Thailand und auch hier gibt es nur um die 20 Plätze, es ist recht eng und dass ihr euch hier mit Touristen um Sitzplätze prügeln müsst, könnt ihr euch auch denken. Aber hey, das Essen ist echt lecker!

Zu Zweit sind wir hier gegen 18.30 Uhr eingetrudelt – natürlich Samstagabend – und der Laden war voll bis auf den letzten Platz. Die Herrschaften mit Bart, Hornbrille ohne Dioptrien und Zotteldutt fühlten sich natürlich auch nicht genötigt, für neue Gäste Platz zu machen, nachdem ihr essen schon seit einiger Zeit im Magen erkaltet ist. Also mussten wir notgedrungen erst einmal draußen Platz nehmen und eine Mangolassi schlürfen. Aber irgendwann muss jeder Hipster mal ins nächste Lokal weiterziehen und so durften auch wir irgendwann im Warmen sitzen 😉

Das Essen

Mammam Garkueche

Bestellt wurde eine große Kokosmilchsuppe mit Huhn und Reis – und an dieser Stelle muss ich schon vorweg nehmen, dass der Reis wirklich eine Offenbarung war. Ich habe selten so guten, auf den Punkt gegarten Reis gegessen. Das mag unwichtig erscheinen, aber ich finde es ist eben nicht „nur“ eine Beilage. Ich kannte die Suppe bisher vom Thai Snack, bei deren Variante aber Eiernudeln drin sind. Ich wusste, dass die Option mit Reis noch authentischer ist und ich fand (es war ja eigentlich das Gericht meiner Begleitung, hihi) sehr passend! Die Suppe war voller Champignonköpfe und leicht säuerlich sowie scharf. Bei mir gab es vorweg einen ganz, ganz köstlichen Mangosalat mit geröstetem Tofu (ja, ich kann auch vegetarisch essen). Tippitoppi abgeschmeckt und super frisch. Anschließend bat ich um eine Empfehlung des Küchenchefs und bekam eine Schale mir Reis, knackigem Salat und Erdnuss-Satey-Sauce unter der ich zum Schluss sogar noch Hühnchen fand 😀 Die Sauce war recht scharf und nur hier und da war etwas Gemüse zu finden. Als Saucen-Deutsche finde ich sowas natürlich gut – wer mag schon keine Erdnusssauce! Aber bisschen mehr zu beißen hätte ruhig drin sein dürfen. Reste mitnehmen war auch kein Thema. Ansonsten gibt es Wöchentlich wechselnde Gerichte sowie 2-Personen-Menüs mit Wein, die monatlich wechseln.

Der Service

Kleiner Laden, die typischen quadratischen Holzstühle und -tische, eine Bedienung und 2 Köche, denen man auch zusehen konnte. Obwohl er uns mehrere Minuten hat draußen stehen und schlussendlich hinsetzen sehen hat, musste ich zum Bestellen reingehen. Aber das ist eben kein 3-Sterne-Restaurant, sondern hier gibts Streetfood, also alles halb so wild. Die Preise sind fair – kein Wunder bei dem Wettbewerb im Kiez. Angeboten werden übrigens auch exotische Cocktails für unter 3 Euro – wenn einer von euch danach noch weiter in einen Club zieht.

Das Essen kam schnell und war sehr heiß, es wurde ohne Zweifel alles ganz frisch gekocht und angerichtet. Die Mangolassi war auch anders als der Einheitsbrei den ich bisher getrunken hab – etwas stückig und wohl mit echter Mango (und keinem Püree aus der Packung) sowie mehr Milch als Jogurt gemacht – lecker! Schön hätte ich’s noch gefunden, wenn mir der Herr gesagt hätte, was genau ich vor mir habe – immerhin hatte ich blind bestellt.

Außerdem Achtung: Der Laden macht erst um 13 Uhr auf – vorher lebt ja irgendwie auch keiner in Friedrichshain. Also zum Mittagessen holen oder dort schnell mal essen leider schwierig 🙁


Mammam Garküche – Streetfood aus Vietnam und Thailand
Gabriel-Max-Straße 2
10245 Berlin

 

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